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Wunstorfer Workingtest- Doshas Prüfungspause ist beendet

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30.08.2014


Ich fuhr ohne Erwartungen und, zugegeben, etwas lustlos nach Wunstorf. Das Starterfeld war bei 20 Mitstreitern recht übersichtlich, wenn auch nicht uninteressant. Einige gute Bekannte, die sehr erfolgreich und häufig auf Prüfungen führen, waren gemeldet.

Gleich in der ersten Aufgabe, meinte Dosha "Jetzt oder nie!" und ist eingesprungen! "Null"! Und das meine Dosha! Ich war überrascht und gleichzeitig belustigt. "Hat die noch nie gemacht!" Das war dann wohl ihre Retourkutsche für die lange Pause. Böse konnte ich ihr nicht sein. Dafür war ich sehr gerührt und stolz, wie großartig sie alle Aufgaben arbeitete. Immer gehorsam, immer lenkbar, super Lining. Wäre der Patzer zu Beginn nicht passiert, hätten wir den WT mit deutlichem Abstand gewonnen. So wurde unsere Leistung von den Richtern aber mit einem "Judges Choice" honoriert, der für mich fast noch schöner ist, als ein Sieg.

Meine Lust auf Workingtests hält sich zwar immer noch in Grenzen, doch zum Nächsten fahre ich, dank meiner Dosha, zumindest nicht mehr unlustig.

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German Cup 2013

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23./ 24.03.2013

 

Der Wetterbericht versprach ausser Sonne nichts Gutes: starker Ostwind bei Temperaturen um die - 5°C: Sibirien ließ grüßen.

 

Nichts desto trotz haben wir uns Richtung Hamburg zum Gut Basthorst aufgemacht, um uns mit 29 weiteren Teams bei den Deutschen Teammeisterschaften zu messen. Unsere Genaralprobe auf dem Hofgut Appenborn fand schließlich auch bei Schnee statt und die Hund liefen da sehr gut. Also: "Augen zu und durch".

 

Leider teilte meine Dosha diese Einstellung eher weniger. Ihr Motto des Tages: "Ohren zu und durch". Sie war an diesem Tag leider ein "Totalausfall", was den Gehorsam anging. "Das hat sie noch nie gemacht!" ;-) Ich war entsetzt! So etwas habe ich mit meinem Gelbchen tatsächlich noch nie erlebt.

 

Leider waren nach fünf Aufgaben durch den verharschten Schnee die Ballen von Claudias Garvin  total offen und blutig. Sandras Carron hatte am Ende auch noch "Rücken" und konnte sich vor Schmerzen kaum mehr auf das Halten des Dummies konzentrieren. Von daher stand außer Frage, dass wir den zweiten Tag nicht mehr antreten würden.

 

Trotz allem habe ich die Zeit mit meinen beiden Teampartnerinnen genossen und ich war froh, zwei so tolle Menschen näher kennengelernt zu haben. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder! Liebe Grüße nach Wolfratshausen :-)

 

 

Dosha in der letzten Aufgabe bei Keith Bedford
Dosha in der letzten Aufgabe bei Keith Bedford

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Brauchbarkeitsprüfung

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11.11.12

 

Eigentlich hatte ich meinen  Plan, Dosha in diesem Herbst auf der "Brauchbarkeitsprüfung von Jagdhunden" zu führen, ad acta gelegt. Doch es kam anders. Kurzerhand entschloss ich mich dann doch, Dosha bei der Jägerschaft Neustadt am Rbg. zur Prüfung zu melden.

 

Am Morgen des 11. November fanden sich insgesamt 9  Hundeführergespanne in Luttmersen  (bei Neustadt am Rübenberge) ein. Aufgeteilt in zwei Gruppen, ging  es dann ins Gelände. In meiner Gruppe  waren noch ein Golden Retriever  (jeah!), ein Kleiner Münsterländer und ein Deutsch Stichelhaar.

 

Geprüft wurden nur Arbeiten nach dem Schuss:

    1. Gehorsam (allg. Gehorsam ohne Wildberührung, Verhalten auf dem Stand (Standruhe, Schussruhe), Leinenführigkeit)
    2. Schussfestigkeit (im Feld, im Wald, im Wasser)
    3. Bringen (auf der Haarwildschleppe u. Federwildschleppe, Freiverlorensuche und Bringen eines ausgelegen Stückes Federwild)
    4. Schweißarbeit (400 mtr. Übernachtfährte)
    5. Wasserarbeit (Freiverlorensuchen und Bringen aus tiefem Schilfwasser, Stöbern mit lebender Ente)
     

Hunde, die eine HZP (nach VZPO) bzw. BLP bestanden haben, brauchten nur die sog. Zusatzfächer (Schweißarbeit auf der Übernachtfährte, Verhalten auf dem Stand, Leinenführigkeit und Freiverlorensuchen und bringen eines ausgelegten Stück Federwildes) absolvieren.

 

Dosha wurde also "nur" in den Zusatzfächern geprüft, da sie schon vor 3 Jahren die BLP bestanden hatte. Neu waren für uns "die lebende Ente" und "Schweißarbeit". Bei beidem  hatte Dosha aber keinerlei Schwierigkeiten und konnte am Ende bestehen.

 

Es war ein schöner Tag! Bedanken möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei  Chris, der uns bei der Einarbeitung  in die Schweißarbeit so toll unterstützt hat! Danke!

 

 

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Workingtest- Finale 2012 auf dem Roßhof in Großheubach/ Bayern oder:

"Der Olympische Gedanke..."

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06./07.10.2012

 

Unser Ziel, ohne Null durchzukommen, haben wir  erreicht. Aber mehr auch nicht. Allerdings wäre es auch vermessen zu glauben, dass man ohne Training auch nur den Hauch einer Chance hätte, "oben mitmischen" zu können. Insofern war unsere Qualifikation zum Finale schon das eigentliche "Bonbon". Nichts desto trotz möchte man aber eine passable Leistung abliefern und sich nicht unter Wert verkaufen. 

 

Leider hatte meine Dosha schon am ersten Tag so einige Probleme bei der Umsetzung meiner Kommandos und zeigte allerhand "Kreativität" bei der Ausführung der Aufgaben.

Am zweiten Tag bewies sie ihre Merkfähigkeit, indem sie gerne die Stellen, an denen am Vortag Blinds oder Marks zu arbeiten waren, noch einmal "abchecken" wollte. Nur, dass das weder gefragt, noch erwünscht war. So musste ich auch hier mehr als nötig handeln. Schade!

 

Uns wurden in einem traumhaften Revier zwölf (teils sehr anspruchsvolle) Aufgaben von insgesamt neun internationalen Richtern gestellt. Diese verstanden es die Geländegegebenheiten zu nutzen und uns schwere, aber schöne Aufgaben zu stellen. Danke noch einmal an die Reviergeber Michael & Iris Renner.

 

Nach zwei Tagen haben insgesamt 17 von 31 Teams in der Offenen Klasse unverletzt und ohne Null bestehen können. Uns gehörte mit 177/ 240 Punkten der 15. Platz. Autsch!

 

Allerdings habe ich eine witzige Gruppe erwischt, in der es sehr lustig und freundschaftlich zuging. Man freute sich miteinander, wenn der Hund gut gearbeitet hatte und litt mit, wenn es mal nicht so gut lief. Allein dafür hat sich die weite Fahrt gelohnt. Danke auch an Euch, "Kollegen". Es hat mir großen Spaß mit Euch gemacht. Wir sehen uns nächstes Jahr!

 

Eine Winterpause werden wir ganz sicher nicht einlegen, sondern ackern, damit wir in der nächsten Saison auch zeigen können, was man eigentlich sehen möchte: saubere und schöne Hundearbeit.